Gerhard Friedrich

Fassadenrenovation Kirche Hemberg

Kirche-H_Turmansicht Süd<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-toggenburg.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>473</div><div class='bid' style='display:none;'>5973</div><div class='usr' style='display:none;'>5</div>

Versteckt unter Jutebahnen präsentiert sich derzeit die Kirche Hemberg.
Darunter wird emsig gearbeitet.
Darüber prangt der Schriftzug "Psalm 127.1"
Gerhard Friedrich,
Im April 2019 entstand das Gerüst, welches die ganze Kirche Hemberg, ausser der Turmspitze, umschliesst. Zuerst bei frühlingshaftem Wetter, später bei Schneefall erstellten die Gerüstbauer die Arbeitsplattformen für die Facharbeiter, alle Fassaden sanieren. Das heisst, zuerst alles untersuchen und im Labor auf deren Zustand und Dauerhaftigkeit auswerten. An vielen Stellen sind die Grundputze über die Jahre mürbe geworden und zerbröseln wie ein Teig. Deshalb kam es auch zu den Abplatzungen und den herunterfallenden Mörtelstücken. Das hat zur Folge, dass bis zu 2/3 des Grundputzes entfernt werden mussten, der in sehr unterschiedlicher Qualität und Stärke vorgefunden wurde. In den 1970er Jahren, der Zeit der letzten Renovation, war es üblich, verschiedene Cementmischungen zu verwenden.

Die zwölfteiligen Zifferblätter waren mit Eisenschrauben im Gemäuer verankert, welche korrodierten und dem Turm Schaden zufügten. Diese werden durch neue 2-teilige ersetzt, welche genau gleich aussehen, und an die Fassade geklebt anstatt geschraubt werden. Ergänzend wurde die altersbedingt nicht mehr ganz zuverlässige Glockensteuerung durch ein neues System ersetzt, analog demjenigen in St. Peterzell.

Die Firma Kradolfer aus Weinfelden ist unter anderem spezialisiert auf die Restaurierung von denkmalgeschützten Gebäuden. In Zusammenarbeit mit dem Baulabor BWS aus Winterthur und in Anwesenheit der St. Galler Denkmalpflege wurde der neue Fassadenaufbau erarbeitet. Dieser wird sehr ähnlich dem aus der Bauzeit von 1779 ausgeführt. Ein natürlicher Kalkaufbau, welcher den Feuchtigkeitsaustausch und die klimatologischen Anforderungen ebenso erfüllt, wie die der denkmalpflegerischen Aspekte der visuellen Wahrnehmung der Fassaden.
Dazu muss der gesamte Aufbau durch die Fachleute in spezieller Technik von Hand mittels Kellenwurf in 3 bis 4 Schichten aufgetragen werden. Eine sehr anstrengende Arbeit die grosses Geschick und Kontinuität erfordert.

Bei den Bauarbeiten wurden an den nördlichen Turmecken verfaultes Dachgebälk entdeckt. Dieses war zuvor durch die Kupfereinfassungen verdeckt und konnte nicht eingesehen werden. Sie wurden von der Firma Keller, Bächli ersetzt und neu unterfangen. Das eigentliche Kupferdach ist zwar von Hagelschlag gezeichnet, aber unversehrt. Anders die Anders die unteren goldenen Turmkugeln. Sie mussten gepflegt werden.

Zu beachten ist während den Putz- und Malerarbeiten das Wetter. Es kann nur gearbeitet werden, wenn die Klimabedingungen stimmen. Die Putze also nicht zu schnell oder zu langsam austrocknen, die Farben nicht eingebrannt werden. Deshalb sind auch die Jutebahnen angebracht worden, um Wetterextreme auszugleichen. Wenn es heisst ist, werden dies befeuchtet.

Zuletzt werden die mineralischen Anstriche durch die unter anderem auf die Restaurierung und Konservierung historischer Gebäude spezialisierten Firma Fontana & Fontana aus Rapperswil - Jona aufgetragen.

Psalm 127.1
Wenn nicht GOTT das Haus baut,
mühen sich umsonst, die daran bauen;
wenn nicht GOTT die Stadt behütet,
wacht der Hüter umsonst.
Kirche-H Fassadensanierung
35 Bilder
35 Bilder
Bereitgestellt: 03.08.2019     Besuche: 29 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch